We take the shortest route to the next gallery, bringing us to the end of our walk. Directly across from the nouveau deuxdeux, we can find the Françoise Heitsch Gallery. The duo show "O/U" features works by Bad Endorf-based artist Manuela Gernedel and Munich artist Paulina Nolte, whose artistic practices complement each other wonderfully. Both artists work performatively, musically, in drawing, and sculpturally. Visitors can expect an exploration of inner and outer realities, mystical realms, and otherworldly references. If you still haven't had enough, you can visit one of the many nearby museums, such as the Museum Brandhorst, the Pinakothek der Moderne, or the Alte Pinakothek. At the end of the tour, a final detour to the best ice cream parlor in Maxvorstadt is highly recommended: Ballabeni at Theresienstraße 46.
Text by Julia Anna Wittmann
In cooperation with our media partner gallerytalk.net
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Unser Rundgang durch die Münchner Galerien Landschaft beginnt in der Maxvorstadt, im schönen Hinterhof der Gabelsbergerstraße 83. Dort befindet sich die Galerie von Nir Altman, deren helle Räumlichkeiten von industriellem Charm geprägt sind. Die Gruppenausstellung “Transferring domain”, die Nir Altman gemeinsam mit der Londoner Galerie Gathering gestaltet, versammelt Arbeiten von Berlinde De Bruyckere, Emanuel de Carvalho, Jenny Holzer und James Lewis. Diese vier internationalen Künstler:innen haben jeweils sehr unterschiedliche, persönliche Ausdrucksformen entwickelt. Dennoch fügen sich die ausgewählten Arbeiten bei Nir Altman auf subtile und poetische Weise harmonisch zusammen.
Von der Gabelsbergerstraße aus sind es nur wenige Gehminuten in die Augustenstraße 33a, in deren Innenhof ebenfalls eine Galerie zu finden ist. Für die diesjährige Ausgabe von Various Others kooperiert die Galeristin Paulina Caspari mit dem Kurator Andrew Dubow. Ausgangspunkt der Gruppenausstellung ist ein Gemälde von Franz von Stuck, aus dem Jahr 1902. Eine Gruppe internationaler Künstler:innen wurde eingeladen, ausgehend von dem historischen Gemälde einen Beitrag zur Ausstellung beizusteuern. Von Stuck gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Jugendstils und des Symbolismus – ein Umstand, der sich auch in den zeitgenössischen Arbeiten widerspiegelt.
Ein weiterer kurzer Fußweg führt zurück in die Gabelsbergerstraße, diesmal zur Hausnummer 51, zu Britta Rettberg. Gemeinsam mit Dürst Britt & Mayhew aus Den Haag zeigt die Galerie Arbeiten des niederländischen Künstlers Lennart Lahuis und des Münchner Künstlers Paul Valentin. In der Ausstellung “Solid Currents” gehen die beiden Fragen von Zeitlichkeit nach und untersuchen dabei die Rekontextualisierung von Objekten. Die Galerieräume erinnern an eine archäologische Stätte, gefüllt mit materiellen und medialen Artefakten, deren Betrachtung den Blick für ökologische, gesellschaftliche und philosophische Konflikte der Jetztzeit schärft.
Anschließend besuchen wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen von jungen Künstler:innen und Kurator:innen geführten Off-Space. Der space n.n wird sich für die Dauer von Various Others in das “hostel n.n.” verwandeln und als solches zwölf Künstler:innen aus Wien beherbergen. Sechs Stockbetten werden zum einen als Übernachtungsmöglichkeit und zum anderen als Ausstellungsort fungieren. Die geladenen Gäst:innen suchen sich zu Beginn ihres Aufenthaltes eines der Betten aus, welches fortan zu ihrem persönlichen Refugium wird. Da sich das Projekt im Laufe der Zeit verändern wird, lohnt es sich, öfter vorbeizuschauen. Falls ihr gegen Abend wiederkommt, könnt ihr im Anschluss noch auf einen Aperitif im Komitee vorbei.
Für den Rest der Tour lohnt sich ein Rad – damit erreichen wir in nur fünf Minuten die Räume von Rüdiger Schöttle in der Amalienstraße 41. Dort sind gleich zwei Ausstellungen zu sehen. In Kooperation mit der Galerie Meyer Riegger zeigt die Galerie Arbeiten von Sheila Hicks und Katinka Bock. Hier treffen zwei Künstlerinnen aus unterschiedlichen Generationen und künstlerischen Kontexten aufeinander, deren Werke in einen poetischen Dialog treten. Helene Appels Einzelausstellung “Try-Outs” umfasst neue Arbeiten, in denen die Künstlerin vertraute Dinge aus ihrer häuslichen Umgebung löst und Phänomene des Alltags zum Mittelpunkt ihrer Malerei macht.
Nur wenige Häuser weiter, in der Amalienstraße 22, befindet sich die Galerie nouveau deuxdeux. In einer gemeinsamen Ausstellung mit der Salzburger Galerie Elektrohalle Rhomberg werden hier Ölgemälde von Arang Choi präsentiert. Anthropomorphe Pflanzen, mystische Gestalten und fantasievolle Landschaften bevölkern Chois Gemälde. Inspiration findet die Künstlerin in Dokumentarfilmen über Natur, Landschaften und Tierwelten. Gepaart mit ihren eigenen Beobachtungen schafft sie ein träumerisches Universum, in das Besucher:innen eintauchen können.
Zum Abschluss unserer Tour wählen wir den wohl kürzesten Weg in die nächste Galerie und sind damit am Ende unseres Spaziergangs angelangt. Direkt gegenüber von nouveau deuxdeux sind die Räumlichkeiten von Françoise Heitsch zu finden. Die Duo-Show “O/U” zeigt Arbeiten der in Bad Endorf lebenden Künstlerin Manuela Gernedel und der Münchner Künstlerin Paulina Nolte, die sich künstlerisch wunderbar ergänzen. Beide Künstlerinnen arbeiten performativ, musikalisch, zeichnerisch und skulptural. Besucher:innen erwartet eine Untersuchung von inneren und äußeren Realitäten, von mystischen Gefilden und jenseitigen Anspielungen. Wer jetzt noch nicht genug hat, kann anschließend eines der vielen Museum in unmittelbarer Nähe besuchen, wie das Museum Brandhorst, die Pinakothek der Moderne oder die Alte Pinakothek. Unbedingt ist am Ende der Tour ein letzter Abstecher in die beste Eisdiele der Maxvorstadt zu empfehlen: das Ballabeni in der Theresienstraße 46.