Ihr sagt, es geht Euch um Austausch. Wie sieht das konkret aus?
Wir kooperieren mit anderen Artist-Run-Spaces, indem wir wechselseitig Ausstellungen organisieren. Wir wollen langfristige Dialoge eingehen, die für alle Seiten fruchtbar sind und aus denen sich weitere Projekte ergeben. Eigentlich nutzen wir das Prinzip von VARIOUS OTHERS, aber in einer reziproken Version. Dieses Prinzip werden wir im Kontext von VARIOUS OTHERS fortführen, wir planen einen gegenseitigen Austausch mit einem anderen Space, der ähnlichen Strukturen hat. Es geht uns auch darum, voneinander zu lernen, es geht um Impulse, die wir geben können und auch bekommen.
Wie unterscheidet ihr Euch von einer Galerie?
Wir sehen uns als Plattform und Community. Bei allem geht es uns um den Dialog. Wir wollen uns als Künstler:innen selbst ermächtigen, um selbstständig Projekte zu realisieren, an denen wir interessiert sind. Seien es eigene Projekte, oder Projekte von Künstler:innen die wir schätzen. Unabhängig von der herrschenden Logik des Kunstmarktes. Teilweise agieren wir aber auch wie eine Galerie: Wir geben Editionsboxen heraus, praktisch eine Ausstellung in einer Box, mit Positionen von noch Studierenden bis hin zu Professor:innen. Natürlich wollen wir auch Arbeiten verkaufen, um die Kosten zu decken. Zudem machen wir Veranstaltungen wie Talks oder Performance-Formate. Das wird diesen Herbst zu Various Others auch sehr intensiv werden. Über unsere formelle Struktur als Verein soll auch sichergestellt werden, dass das Projekt nicht an einzelne Personen gebunden ist. Wir bilden eine Grundlage, die in Zukunft auch von anderen weiterentwickelt werden kann.
Worauf freut ihr euch in Bezug auf VARIOUS OTHERS?
Wir freuen uns auch auf eine engere Verknüpfung innerhalb der Stadt. Unser Fokus liegt auf dem Austausch mit überregionalen und auch internationalen Akteuren, da kommt es uns manchmal so vor, als würde das hier in der Stadt ein bisschen untergehen. Wir würden uns über eine größere Sichtbarkeit freuen. Wir nehmen oft wahr, dass wir zum Beispiel in Sofia oder in Wien bekannter sind, als in München selbst. In den kommenden Monaten sind einige internationale Projekte in der Planung und wir hoffen, dass wir auch durch Various Others Impulse schaffen können, die eine sichtbare Wirkung zeigen.